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Fakten über John F. Kennedy - Wussten Sie eigentlich...?

Folge 27 Staffel 1

Das Weiße Haus in Washington: Einer der bekanntesten Bewohner war der 35. Präsident der Vereinigten Staaten - John F. Kennedy.

13.10.2016 15:11 | 4:26 Min | © ProSiebenSat.1 Media SE

Der Schatten über einer Dynastie

J.F. Kennedy: Das Leben und der Untergang eines Weltpolitikers

Das Leben und der Fall des 35. US-Präsidenten J.F. Kennedy wird unvergessen bleiben. Mit seinem Charisma und seinem Durchsetzungsvermögen beeindruckte er dir Welt. Lange Zeit galt er als perfekter Staatsmann, doch er barg auch so manches dunkle Geheimnis ...

Kindheit und Jugend

Am 29. Mai 1917 erblickte J.F. Kennedy als zweitältester Sohn von Joseph P. Kennedy und Rose Fitzgerald Kennedy in Brookline das Licht der Welt. "J.F." steht für John Fitzgerald – in Kombination mit seinem Nachnamen ergeben sich so die wohl berühmtesten Initialen der Geschichte: JFK. Seine Familie, die ursprünglich aus Irland stammte, war sehr bedeutend und wohlhabend: Geld spielte bei den Kennedys keine Rolle. Zum 21. Geburtstag schenkte sein Vater ihm eine Million Dollar – nicht, weil er der Liebling in der Familie war, denn auch seinen Geschwistern wurde dieser Segen zuteil.

Mit seiner Familie teilte er die Leidenschaft für Sport. Sie lebten eine regelrechte Wettkampfkultur, denn am liebsten maß sich J.F. Kennedy mit seinen insgesamt acht Geschwistern. Seine favorisierten Sportarten waren Football und Segeln, welche er beide gut von zuhause aus trainieren konnte. Während des Sommers verbrachte die Familie ihre Zeit in einem riesigen Anwesen an der Atlantikküste von Massachusett und im Winter zogen sie in ihr Quartier in Florida. Klingt zu schön um wahr zu sein, und doch wurde die Familie vom Pech verfolgt: JFK's großer Bruder fiel im 2. Weltkrieg, sein jüngerer wurde erschossen und auch sein Sohn starb einen tragischen Tod bei einem Flugzeugabsturz.

Ausbildung und politischer Werdegang

Die Karriereplanung stand in der Familie immer im Vordergrund – und so war es der größte Wunsch des Vaters, dass J.F. Kennedy in die Politik geht. Um ihn darauf vorzubereiten, besuchte der junge JFK die besten Privatschulen. An der Elite-Universität Harvard studierte er schließlich Politik und stürzte sich auf diverse Gebiete, die ihn interessierten. So entwickelte er ebenfalls eine Leidenschaft für das Schreiben und feierte damit große Erfolge. So gewann er etwa den Pulitzerpreis, die wichtigste Literaturauszeichnung Amerikas.

Im 2. Weltkrieg schlug J.F. Kennedy eine neue Richtung ein: 1941 meldete er sich freiwillig bei der US Army und wurde zum Kriegshelden. In einer Nachtaktion bei den Salomonen wurde sein Boot von dem japanischen Zerstörer Amagiri gerammt und kenterte. Kennedy erlitt Wunden, bewies jedoch seine Kameradschaftlichkeit: Er schnappte sich einen Verwundeten seiner Mannschaft und zog ihn mit sich zu einer fünf Kilometer entfernten Insel, wohin ihm der Rest folgte. Nach einigen Tagen kam Rettung und die Schiffbrüchigen überlebten. Heute trägt diese Insel seinen Namen: Kennedy Island.

Nachdem sein Bruder im Krieg gefallen war, konzentrierte sich J.F. Kennedy auf seine politische Karriere – mit dem Ziel Präsident zu werden. 1960 sollte er das erreichen: Er gewann die Präsidentschaftswahlen in den USA. Drei Jahre später ging er mit seiner berühmten Rede vor dem Rathaus Schöneberg in West-Berlin in die Geschichte ein, doch bereits im gleichen Jahr sollte auch das Ende seiner Karriere anstehen. 1963 wurde der 35. Präsident der Vereinigten Staaten in Dallas Opfer eines Attentats.

Mit seinem berühmten Satz "Ich bin ein Berliner" ging J.F. Kennedy...
Mit seinem berühmten Satz "Ich bin ein Berliner" ging J.F. Kennedy in die Geschichte ein. Er drückte damit seine Verbundenheit zu den Menschen in der geteilten Stadt aus.

Dunkle Geheimnisse

Kennedy war für seinen Charme und sein gutes Aussehen bekannt. Nach außen wirkte er kerngesund, dabei war er seit seiner Kindheit schwer krank. Er litt unter Allergien, Asthma und insbesondere unter extremen Rückenschmerzen. Oft musste er ein Korsett tragen und auf Krücken gehen. Dennoch hielt er seine Leiden vor der Öffentlichkeit geheim, denn seine Krankheiten konnten seinem Image schwächen. Um die Schmerzen ertragen zu können, war er gezwungen täglich zwölf verschiedene Medikamente zu schlucken.

Pech in der Gesundheit, Glück in der Liebe? Leider nicht, denn auch hier lief bei J.F. Kennedy nicht alles rund. Seine Frau, eine bildhübsche Journalistin, war ebenso berühmt wie er. Die beiden heirateten 1953 und bekamen zwei Kinder. Ein glückliches Leben, könnte man meinen. Doch seine Wirkung auf die Frauen wurde dem ehemaligen Präsidenten zum Verhängnis. Ihm wurden zahlreiche außereheliche Affären nachgesagt – unter anderem mit dem Sexsymbol Marilyn Monroe. Sein Glauben motivierte ihn dazu, seine Sünden regelmäßig in Beichten abzulegen. In seinem Amt war er der bislang einzige Katholik.

J.F. Kennedy und das Möbelstück

Es gab ein Möbelstück, das J.F. Kennedy besonders liebte: der Schaukelstuhl. Insgesamt 14 Schaukelstühle besaß er in seinem Leben und so entstand ein Mythos um ihn, der bis heute ungebrochen ist. Jahrzehnte nach seinem Tod zahlen Käufer für einen seiner Schaukelstühle noch rund 100.000 Dollar.

Auf dieses Möbelstück konnte der Weltpolitiker nie verzichten: den Schaukelst...
Auf dieses Möbelstück konnte der Weltpolitiker nie verzichten: den Schaukelstuhl.

Fazit: J.F. Kennedy hat in der Welt viele Spuren hinterlassen – als Weltpolitiker, Literat, Kriegsheld und Liebling der Frauen. Doch über seinem Leben hingen mehrere dunkle Wolken. Die Gesundheit meinte es nicht gut mit ihm, in seiner Familie verstarben viele Mitglieder durch tragische Unglücke oder gar Attentate – genau wie er später auch. Er bleibt unvergessen. Die Schaukelstühle, die er zu Lebzeiten so liebte, sind für viele Menschen eine schöne Erinnerung – sodass sie bis heute sehr wertvoll sind.

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