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Fakten über Sushi - Wussten Sie eigentlich...?

Folge 56 Staffel 1

Das klassische Sushi verbinden wir ganz klar mit Japan. Dabei liegt der Ursprung in Südostasien - als Konservierungsmethode für Fische.

17.10.2016 14:00 | 5:17 Min | © ProSiebenSat.1 Media SE

Sushi: Mehr als nur Fisch und Reis

Sushi ist hierzulande die bekannteste Speise aus Japan und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Doch wie bereitet man das japanische Gericht zu und wie isst man es eigentlich richtig? Das und mehr erfahren Sie hier.

Sushi-Ursprung liegt nicht in Japan

Das klassische Sushi verbinden wir ganz klar mit – na? Japan natürlich. Dabei liegt der Ursprung in Südostasien – als Konservierungsmethode für Fische. Der ausgenommene Fisch wurde in gekochten Reis eingelegt. Dort fermentierte er. Der japanische Rundkornreis ist dank seines hohen Stärkegehalts extra klebrig. Hinzu kommt Reisessig. Dieser verleiht dem Reis den speziellen Geschmack und wirkt antibakteriell. Trotzdem: Sushi gilt als traditionell japanisches Gericht.

Eine echte Handwerkskunst

Sushi ist nicht etwa einfach nur ein Essen – es ist eine wahre Kunst. Kein Wunder also, dass man in Japan mindestens fünf Jahre das Handwerk um den rohen Fisch erlernen muss, bevor man sich Sushi-Meister nennen darf. Mittlerweile hat das japanische Fischröllchen die ganze Welt erobert. Das erste westliche Restaurant öffnete 1966 in Los Angeles.

Mehr als nur Fisch und Reis: Sushi ist eine echte Kunst!
Mehr als nur Fisch und Reis: Sushi ist eine echte Kunst!

Die Zutaten für Sushi

Wichtigste Zutat für Sushi ist natürlich der Fisch. Besonders beliebt: Lachs und Thunfisch.Die mundgerechte Köstlichkeit gibt es in verschiedenen Varianten. Die Ursprünglichste ist das Nigiri-Sushi. Hier liegt der Fisch auf dem Reis. Etwas aufwendiger: Maki-Sushi. Der Reis wird auf einem getrockneten Algenblatt ausgebreitet, mit den Zutaten belegt und mithilfe einer Bambusmatte gerollt.

Reis und Avocado: Fertig sind die Sushi-Röllchen für Vegetarier.
Reis und Avocado: Fertig sind die Sushi-Röllchen für Vegetarier. © Pixabay

Die Auswahl der Zutaten erfolgt nicht nur nach Geschmack, sondern auch nach Optik. Das Auge isst ja bekanntlich mit! Eine bestimmte Sushi-Zutat birgt den ganz besonderen Nervenkitzel: giftiger Fugu, Kugelfisch. Der ist nicht nur gefährlich, sondern kann bei falscher Zubereitung sogar zum tödlichen Genuss werden.

So wird Sushi richtig gegessen

Aber auch beim Verzehr von herkömmlichem Sushi gibt es einiges zu beachten: Um die optimale Geschmacksentfaltung zu erreichen, schwören manche Sushi-Feinschmecker darauf nach Farben sortiert zu essen. Begonnen wird mit neutralerem weißen Fisch oder Meeresfrüchten, bis man sich zum geschmacksintensiveren roten Fisch, wie Thunfisch, vorarbeitet. Nicht nur bei der Zubereitung, auch beim Essen kann man einiges falsch machen. In Japan isst man die kleine Delikatesse mit der Hand oder mit Stäbchen. Absolutes No-Go: Abbeißen – Klecker-Unfälle sind hier vorprogrammiert.

Beilagen und Getränke

Was wäre Sushi ohne Beilagen? Vermutlich nur halb so lecker! Üblicherweise isst man Wasabi und Sojasoße dazu. Zur Geschmacksneutralisierung zwischen den verschiedenen Sushi-Häppchen dient eingelegter Ingwer. Er wirkt außerdem verdauungsfördernd. Bei der Sojasoße gilt: Weder kleckern noch klotzen. Sie muss genau portioniert sein – Verschwendung wird in Japan überhaupt nicht gern gesehen. Auch mit Wasabi sollte man sparsam umgehen. Hierzulande enthält die grüne, scharfe Paste häufig nur wenig Wasabi, dafür viel Meerrettich und Senfpulver. Um echtem Wasabi zu ähneln, wird die Paste dann mit Lebensmittelfarbe grün eingefärbt. Echter Wasabi ist ein Kreuzblütengewächs und deutlich schärfer und teurer. 

Und womit spült man die Köstlichkeit runter? Zu Sushi trinkt man traditionell grünen Tee. Fun Fact: Trinkgeld zu geben ist in Japan eigentlich nicht üblich. Wenn das Sushi geschmeckt hat, ist es Brauch, dem Sushi-Koch einen Drink auszugeben – am besten einen traditionellen Reisschnaps, den Sake.

Fazit: Vor zwei Jahrzehnten galt es noch als exotisches Gericht, heute ist Sushi längst Mainstream. Man bekommt es in jedem Supermarkt um die Ecke – nicht ganz so lecker, aber deutlich günstiger. Am besten schmeckt Sushi natürlich im Restaurant, wo er frisch zubereitet wird. Aber auch zu Hause lässt sich die Leckerei schnell zaubern. Japanischer Rundkornreis um die Algenplatte wickeln und mit einer Zutat der Wahl befüllen. Traditionell wird Sushi mit Fisch zubereitet, für Vegetarier empfiehlt sich hingegen Gurke oder Avocado. Was natürlich auch nicht fehlen darf – Wasabi. Aber Vorsicht: Die Paste ist extrem scharf.