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Fakten über die Brust - Wussten Sie eigentlich...?

Folge 97 Staffel 1

Die Brust der Frau und die Brust des Mannes unterscheiden sich zwar sichtbar, aber aus biologischer Sicht nicht in jeder Hinsicht so verschieden, wie manche glauben. Wir zeigen überraschende Zahlen und Fakten - und den internationalen Vergleich.

09.12.2016 14:35 | 5:15 Min | © ProSiebenSat.1 Media SE

Aufbau, Form, Funktion

Erstaunliche Fakten über die Brust

Die Brust der Frau und die Brust des Mannes unterscheiden sich zwar sichtbar, sind allerdings in biologischer Hinsicht gar nicht so verschieden, wie manche glauben. Hier ein paar überraschende Zahlen und Fakten und der internationale Vergleich.

So ist die Brust aufgebaut

Die Brust regt die Fantasie an wie kaum ein zweiter Körperteil - und hat mindestens ebenso viele Spitznamen wie Formen und Größen. Wussten Sie, dass bei zwei von drei Frauen die linke Brust größer ist, als die rechte?

Die Brust erstreckt sich zwischen der zweiten und siebten Rippe über der Brustmuskulatur und ist sekundäres Geschlechtsmerkmal der Frau. Äußerlich besteht sie aus Brustkörper, Warzenvorhof und Brustwarze. Die Lücke dazwischen ist der Busen. Durchmesser der Brustwarze: durchschnittlich 10 Millimeter. Die linke und rechte Brust sind im Übrigen nie völlig identisch. Der Grund: Unterschiedlich ausgeprägte Blutgefäße in den Brüsten versorgen sie verschieden effektiv mit Nährstoffen.

Im Innern enthält die Brust Fettgewebe, Bindegewebe und Drüsengewebe. Etwa fünfzehn Milchgänge führen sternförmig zur Warze. Die pickelartigen Erhebungen sind Talg- und Duftdrüsen. Zehn bis 15 Stück, auch Montgomerysche Drüsen genannt, besitzt jeder Warzenhof.

Die wichtigste Funktion der Brust ist die Versorgung des Nachwuchses, das Sti...
Die wichtigste Funktion der Brust ist die Versorgung des Nachwuchses, das Stillen.

Warum hat der Mann Brustwarzen?

Beim Mann sind die Nippel rein biologisch sinnlos. Aber für die Natur ist es einfacher, beide Geschlechter zunächst mit denselben Anlagen auszustatten. Erst in der Pubertät lassen weibliche Hormone bei der Frau die Brust wachsen. Ihre wichtigste Funktion: die Versorgung des Nachwuchses.

Bei gezielter Behandlung mit dem weiblichen Hormon Östrogen kann aber auch der Mann die natürlichen Brustanlagen voll ausbilden - und Milch produzieren. Theoretisch könnte er dann sogar stillen wie eine Frau.

Die Brust in unterschiedlichsten Variationen

Die Brust gibt es in allen Größen, Formen und Farben: als genetisch bedingte Laune der Natur - oder als Wunschmodell vom plastischen Chirurgen.

Um die Brust in Form zu halten, helfen gesunde Ernährung und regelmäßiger Sport. Denn die Muskeln unter Haut- und Fettgewebe definieren vor allem beim Mann die Brustform. Kraftübungen, Schwimmen und Liegestütze sind die Klassiker für eine straffe Brust.

Warum werden Nippel hart?

Und die ist sowohl bei Mann als auch bei Frau eine erogene Zone. Besonders viele Nervenzellen machen vor allem die Warzen und ihren Vorhof besonders feinfühlig. Das Aufrichten der Brustwarzen dient biologisch allerdings weniger als sexuelles Signal für den Partner - die Nippel reagieren auch auf zufällige Reibung an der Kleidung oder Kältereiz. Allerdings hat das Aufrichten der Brustwarzen einen Hauptzweck: Dem Baby das Finden seiner Milchquelle zu erleichtern. Sobald die Frau schwanger wird, entstehen im Körper Hormone, die die Milchbildung in der Brust ermöglichen.

Eigentlicher Produktionsauslöser ist aber das Saugen des Babys. Das Stillen an sich führt übrigens nicht zur gefürchteten Hängebrust. Deren Bindegewebe wird bereits während der Schwangerschaft überdehnt, wenn die Brust hormonbedingt wächst und danach wieder abnimmt.

Spitzenreiterinnen im Europa-Vergleich sind Engländerinnen: Sie haben durchsc...
Spitzenreiterinnen im Europa-Vergleich sind Engländerinnen: Sie haben durchschnittlich die größten Brüste.

Die Brust im internationalen Vergleich

Der Brustumfang deutscher Frauen nimmt auch auf natürlichem Wege kontinuierlich zu: In den vergangenen 15 Jahren um etwa 2,3 Zentimeter. Heute beträgt der Umfang der weiblichen Brust im Durchschnitt 98,7 Zentimeter. Europäische Brustmeisterinnen sind die Engländerinnen: Jede Zweite bringt es auf Körbchengröße D, gefolgt von Däninnen und Holländerinnen. Die deutschen liegen im Mittelfeld - nur 23 Prozent haben eine D-Oberweite.

Eine besondere Laune der Natur führt dazu, dass Menschen in seltenen Fällen eine dritte oder vierte Brustwarze bekommen. Im Fachjargon heißt das Polythelie. So ein Drittnippel ist harmlos und kann vom Arzt leicht entfernt werden.

Übrigen: Blanke Männeroberkörper kommen an! In einer Umfrage gaben 60 Prozent der Frauen unter 40 an, auf glatte Männerbrüste zu stehen. Gegen den Trend kämpft Testosteron-Tiger Tom Jones: seine Brusthaare sind angeblich für 5,3 Millionen Dollar versichert!

Fazit

Ob groß, klein, rund, tropfenförmig oder hängend, die Brust kommt in allen möglichen Variationen daher und entpuppt sich als anatomisches Wunderwerk mit ungeahnten Fähigkeiten.