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Fakten über Brot: Deshalb ist Vollkornbrot so gesund

Folge 9 Staffel 2

Wussten Sie, dass durch Deutschland eine Brotgrenze verläuft? Und dass unser Vollkornbrot nur wegen einer einzigen Zutat so gesund ist?

04.04.2017 13:03 | 9:30 Min | © ProSiebenSat.1 Media SE

Überraschende Fakten über Brot

Unglaublich aber wahr – durch Deutschland verläuft eine Brotgrenze. Nie gehört? Dann passen Sie jetzt am besten ganz genau auf, denn Brot ist nicht gleich Brot. Im Norden isst man gerne herzhaftes Roggenbrot. Im Süden bevorzugen die Bewohner dagegen lieblichere Sorten. Wenn Sie schon immer wissen wollten, warum Brot in unserem Kulturkreis so beliebt ist und was es mit dem sogenannten "Soldatenbrot" auf sich hat, sollten Sie jetzt weiterlesen.

Egal, ob Frühstück oder Abendbrot – die Backwaren gehören in Deutschland auf...
Egal, ob Frühstück oder Abendbrot – die Backwaren gehören in Deutschland auf den Tisch.

Fun Facts

Dieses Phänomen kennt jeder. Fällt eine Scheibe Toast vom Tisch, landet sie garantiert auf der belegten Seite. Steckt dahinter Murphys Gesetz, nachdem alles schiefgeht, was schiefgehen kann? Oder ist die Dicke der Toastscheibe, die Butter oder der Belag schuld? Nichts von alledem!

Es liegt einfach an Ihrem Tisch.  Der ist durchschnittlich 75 Zentimeter hoch. Fällt das Brot aus dieser Höhe, dreht es sich genau um 180 Grad – und landet auf der Butterseite. Wissenschaftler haben ausgerechnet: Die magische Grenze liegt bei zwei Metern. Dann reicht der Schwung für eine komplette Drehung. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte also in luftiger Höhe frühstücken.

Brot: Damals und heute

Wer hat's erfunden? Es sind die Ägypter, die schon 6.000 Jahre vor Christus Getreidekörner mahlen, mit Wasser zu einem Brei verrühren und auf heißen Steinen backen. Irgendwann kommen sie auf die Idee, einen Topf über die Steinplatte zu stülpen – der Vorläufer des Ofens. Die Brote sind aber ziemlich zäh, denn die Ägypter kennen noch keine Hefe. Das ändert ein Zufall. Ein Bäcker vergisst eines Abends einen Teigklumpen in der Backstube. Am nächsten Morgen ist der Teig doppelt so groß geworden. Rein damit in den Ofen – und siehe da, heraus kommt ein weiches Brot. Das erste gegorene Brot der Welt. 

Das typische deutsche Pausenbrot besteht aus zwei übereinandergestapelten Brotscheiben, ein Sandwich also. Kaum zu glauben, aber dessen Erfindung war eine echte Revolution. Die Idee hatte ein Engländer im 18. Jahrhundert. Graf John Montagu– der vierte Earl of Sandwich – befand sich damals mitten in einem spannenden Kartenspiel. Als es zum Abendessen klingelte, befahl er kurzerhand, die Fleischpastete zwischen zwei Toastscheiben zu packen. So konnte der Graf essen und gleichzeitig weiterspielen. Das Sandwich war geboren.

Andere Länder, andere Brote

Rund 300 Brotsorten gibt es in Deutschland, soviel wie in keinem anderen Land. Dazu kommen rund 1.200 Sorten Brötchen und Gebäck. Doch auch im Ausland werden die knusprigen Backwaren geschätzt. 98 Prozent der Franzosen essen jeden Tag Baguette, und zwar genau eine halbe Stange. In Italien ist Ciabatta angesagt. In Indien isst man traditionell Naan-Brot. Das schmeckt so ähnlich wie Pizzaboden. In der Türkei kommt weiches Fladenbrot auf den Tisch. Im Norden mag man es knuspriger. Schwedisches Knäckebrot wird nach dem Backen getrocknet und ist mehrere Jahre haltbar.

In Deutschland gibt es zahlreiche Brotsorten.
In Deutschland gibt es zahlreiche Brotsorten.

Brot-Trends

Auch Backwaren können sich Trends nicht entziehen. Statt oller Stullen gibt esinzwischen sogar gefärbte Brote. Pechschwarz wird Brot mit Sepia-Tinte vom Tintenfisch. Der Renner in Sterne-Restaurants ist schwarzes Ciabatta. Diese Saison auch angesagt: leuchtende Farben wie Zitronengelb und Orange. Gefärbt wird mit Kurkuma und Tomatenmark.

Zahlen und Fakten

Beim längsten Brot der Welt kam allerdings keine Farbe zum Einsatz. Ein Bäcker aus Brasilien schaffte es damit 2008 ins Guinness Buch der Rekorde. Sein Brot war 74 Meter lang und wog stolze 1.000 Kilo.

Traurig, aber wahr: 500.000 Tonnen Brot landen jedes Jahr im Müll. Manche Bäcker nutzen deshalb das alte Brot als Heizmaterial. Ein überraschender Brot-Fakt. Energie aus altem Brot ist besser als Wegwerfen.

Und was hat es mit dem "Soldatenbrot" auf sich? Normales Vollkornbrot ist nach wenigen Tagen hart. Die Ausnahme: Dosenbrot. Das bleibt über Jahre frisch. Das Geheimnis ist die Vakuumverpackung. Damit ist Brot sogar nach 60 Jahren noch genießbar. Wie das "Soldatenbrot" aus dem 2. Weltkrieg. Schlecht wird es zwar nicht, allerdings schmeckt es angeblich ziemlich nach Blech.

Fazit

Brot gehört in die deutsche Küche wie Bier zum Oktoberfest. Regionale Unterschiede sind dabei genauso verbreitet wie internationale. Insgesamt kann Deutschland mit etwa 300 Brotsorten aufwarten. Ein absoluter Rekord im weltweiten Vergleich!

 

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