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Fakten über Steve Jobs - Wussten Sie eigentlich...?

Folge 20 Staffel 1

11.10.2016 15:26 | 5:19 Min | © ProSiebenSat.1 Media SE

Über das Leben des "Apple"-CEOs

Steve Jobs: Pionier und Visionär

Steve Jobs gelingt das, was sein größter Konkurrent Bill Gates über Jahrzehnte lang versuchte: Technologie hip zu machen. Jobs' Feingespür für Design und Benutzerfreundlichkeit macht ihn auch außerhalb der IT-Szene zum Star – und zum Multimilliardär.

Steve Jobs wird zur Adoption freigegeben

Am 24. Februar 1955 wird Steve Jobs als Sohn des syrischen Politik-Studenten Abdulfattah Jandali und der deutschstämmigen Amerikanerin Joanne Carole Schieble in San Francisco geboren. Da die Familie des Paares einer Ehe nicht zustimmen und die Eltern nicht für den Unterhalt des Kindes sorgen können, geben sie Steve Jobs nach der Geburt als Sozialwaise zur Adoption frei. Unter einer Bedingung: Die neuen Ernährer müssen vertraglich zusichern, ihrem Kind eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Allem Anschein nach ahnen Jandali und Schieble bereits das Genie ihres Nachwuchses.                                          

Kunst statt Studium

Doch Schule langweilt den kleinen Steve Jobs, er fühlt sich ständig unterfordert und überspringt sogar eine Klasse. Sein späteres Studium an einer Elite-Uni bricht er nach dem ersten Semester ab. Der Grund: Er sieht keinen Sinn darin, Kurse zu besuchen, die ihn im Leben nicht weiterbringen. Stattdessen besucht Steve Jobs lieber einen Kalligrafie-Kurs – hier übt er die Kunst des Schönschreibens. Dabei entdeckt er seine große Leidenschaft für Ästhetik und Design, die in seinem späteren Leben eine große Rolle spielen.

Erste Experimente mit Technologie

Die Kunst bleibt jedoch nicht seine einzige Leidenschaft. In der Garage seines Vaters tüftelt Steve Jobs mit seinem Freund an technischen Geräten. Mit einem davon belauscht er heimlich seine Eltern im Schlafzimmer. Zusammen mit seinem Kumpel entwickelt er auch ein Computerspiel für einen weltweit bekannten Spielehersteller. Jobs Vorbild: eine Kuh. Sein Motto für alle Produkte, die er später entwickelt: Sie müssen so instinktiv zu bedienen sein, wie eine Kuh laufen lernt.

Idee zu "Apple" entsteht auf der Bio-Farm

Zum Ausgleich von der Arbeit verbringt er seine Wochenenden mit Freunden auf einer abgelegenen Farm. Dort produziert er Bio-Apfelsaft. Er ist Hippie durch und durch. Oft beschäftigt sich Steve Jobs mit der Frage nach dem Sinn des Lebens. Als bekennender Buddhist überlegt er kurzzeitig sogar, ein Kloster zu gründen, doch er entscheidet anders und baut 1976 ein Unternehmen auf. Die Musik von Bob Dylan, der Beatles und die Droge LSD inspirieren ihn zum Namen seiner Firma. Die Geburtsstunde von "Apple".

Der Mann, der Apple groß gemacht hat: Steve Jobs
Der Mann, der Apple groß gemacht hat: Steve Jobs © dpa

Ein Blick, der alle in den Bann zieht

Er lebt für die Arbeit – und zwar Tag und Nacht. Voller Begeisterung entwickelt Steve Jobs neue Produktideen, verkauft aber auch gerne die Einfälle anderer als seine eigenen. Er revolutioniert die digitale Welt. Ein stressiger Job. Aber auch für den Stressabbau hat er kreative Ideen. Grund für seinen Erfolg: Er kann Menschen mit seinem Blick wie kein anderer in seinen Bann ziehen. Dabei hilft ihm eine besondere Fähigkeit: das Nichtblinzeln. Und das trainiert er regelmäßig. Er schaut seinen Gesprächspartnern sehr lange tief in die Augen, ohne dabei nur einmal zu blinzeln. Die Menschen können ihm häufig nicht widerstehen.

Diktator und Menschenfreund in einer Person

Viele seiner Mitarbeiter vergöttern ihn – doch manche hassen ihn auch. Er sprüht nur so vor Begeisterung bei der Entwicklung von Produktideen. Doch wehe, ihm passt etwas nicht. Wutanfälle, Beschimpfungen oder gar Entlassungen der Mitarbeiter stehen bei Steve Jobs an der Tagesordnung. Diese Launen werden dem "Apple"-CEO zum Verhängnis. Das von ihm gegründete Unternehmen feuert ihn im Jahr 1985. Mit Ablehnung von Menschen, die ihm nahe stehen, kann er allerdings nur schwer umgehen. Er ist sehr sensibel und weint oft.

Vom Techniknerd zum gefeierten IT-Star

Schnell merkt die Geschäftsführung von "Apple", dass es nicht auf ihn verzichten kann, und holt ihn zurück. Nun krempelt er die gesamte Musik- und Computerwelt um. Seine Geräte bestechen durch modernes Design und leichte Bedienung. Seine Erfindungen mit dem „i“ (deutsch ausgesprochen) erreichen Kultstatus. Aber auch in puncto Outfit sichert sich Steve Jobs ein Alleinstellungsmerkmal. Sein Markenzeichen: Die Jeans, seine Turnschuhe und der schwarze Rollkragenpullover. Damit er morgens nicht lange überlegen muss und keine Zeit verliert, hat er das gleiche Outfit gleich in mehrfacher Ausführung. 

Der schwarze Rollenkragenpullover wird zu Steve Jobs' Markenzeichen.
Der schwarze Rollenkragenpullover wird zu Steve Jobs' Markenzeichen. © dpa

Steve Jobs verliert Kampf gegen den Krebs

2009 kündigte Steve Jobs an, sich krankheitsbedingt aus dem Tagesgeschäft von "Apple" zurückzuziehen. Kurze Zeit später unterzog er sich einer Lebertransplantation. Am 05. Oktober 2011 stirbt Steve Jobs zu Hause im Kreise seiner Liebsten an den Folgen einer Krebserkrankung. Zwei Tage später wird er auf einem konfessionslosen Friedhof in Santa Clara, Kalifornien, beigesetzt.

Fazit: Designer, Trendsetter, Visionär: Steve Jobs revolutionierte die gesamte digitale Welt fast im Alleingang und machte Technologie selbst für die junge Generation attraktiv. Seine Firma "Apple" zählt mit einem Wert von über 600 Milliarden US-Dollar zum erfolgreichsten aller Zeiten.