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Fakten über Glück - Wussten Sie eigentlich...?

Folge 68 Staffel 1

Sicher wussten Sie, dass Geld allein den Menschen nicht glücklich macht. Aber was ist es denn dann?

17.10.2016 14:33 | 5:15 Min | © ProSiebenSat.1 Media SE

Der Sinn des Lebens

Was ist Glück?

Der Sinn des Lebens, da sind sich viele einig, liegt im Glück. Doch kaum etwas scheint so leicht und so schwierig zugleich zu sein, wie Glück zu empfinden, denn für jeden bedeutet es etwas anderes – oder doch nicht? Hier erfahren Sie alles über Ursachen und Auswirkungen des Lieblingsgefühls.

Echte Glücklichmacher

Jeden Tag treffen in aller Welt unzählige Menschen aufeinander, und sie alle sind auf der Suche nach Glück. Sicher wussten Sie, dass Geld allein den Menschen nicht glücklich macht. Aber was ist es denn dann?

Es beginnt schon beim Essen und Trinken: Allein beim Genuss von 100 Millilitern Kaffee löst das Koffein einen ganzen Schub an Glückshormonen aus, behaupten Kaffeehersteller. Ein weiterer Glücklichmacher: Schokolade. Jede zweite Frau glaubt an die glückssteigernde Wirkung der Süßigkeit. Daher essen die Deutschen sie auch so gern. 12,4 Prozent des weltweit angebauten Kakaos wird nämlich in Deutschland konsumiert. Da kommt einiges zusammen: Jeder Deutsche isst etwa 11 Kilo Schokolade im Jahr. Eine Garantie fürs Glücklichsein?

Lachen ist die beste Medizin, sagt man. Und wer glücklich ist, der zeigt das auch! 15 Mal lacht der durchschnittliche Deutsche am Tag. Das ist viel zu wenig, denn Lachen macht fit: 50 Muskeln kommen dabei zum Einsatz. Für ein nettes Lächeln braucht es nicht ganz so viel: Dafür reichen schon 14 Muskeln. Also ruhig mal die Mundwinkel nach oben ziehen – auch wenn Ihnen gerade nicht danach ist. Denn: Ein Lächeln suggeriert dem Körper Glück und sorgt so dafür, dass Endorphine ausgeschüttet werden. Und wann lachen wir am meisten? Am glücklichsten sind wir im Alter zwischen 20 und 30. Dann geht es erstmal bergab. Aber keine Sorge, ab 60 Jahren entspricht der Zufriedenheitsgrad wieder dem mit 30.

Glückliche lachende Frauen
Lachen ist DER Ausdruck für Glück schlechthin.

Die Grundpfeiler des Glücks

Der nächste Garant für Zufriedenheit: Geld. Aber macht es uns eigentlich wirklich glücklich? Nicht so sehr, wie man vielleicht glaubt. Zwar zeigen aktuelle Studien, dass Zufriedenheit und Reichtum schon irgendwie zusammenhängen, aber eben nur bis zu einem bestimmten Einkommen. Ab einem Gehalt von 58.000 Euro im Jahr steigt das Glück nämlich nicht mehr proportional zum Einkommen, meinen Forscher der Uni Princeton. Heißt: Wer mehr verdient, wird nicht automatisch glücklicher.

Dennoch: Zum Glücklichsein gehört auch ein Job, in dem man sich wohlfühlt – so sollte es sein bei rund 41 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland, mit etwa 40 Arbeitsstunden pro Woche. Immerhin schätzt davon jeder zweite Deutsche seine Arbeitsbelastung als angemessen ein. Die Amerikaner hätten es da gern etwas einfacher. Einer Studie zufolge würde dort ein perfekter Tag nur 46 Minuten Arbeit beinhalten. Realistisch ist das aber natürlich eher nicht.

Aber Arbeit allein hat noch keinen glücklich gemacht. Unsere Glückshormone sprudeln vor allem dann, wenn wir Zeit mit unseren Lieben verbringen. Denn Freunde sind das A und O zum Glücklichsein. Einsamkeit ist zudem ungesund. So steigt bei sozial aktiven Menschen die Lebenserwartung. Forscher haben nun sogar herausgefunden, dass ein Leben in Einsamkeit etwa so schädlich sein kann wie der Konsum von 15 Zigaretten am Tag.

Genauso wichtig wie Freunde ist uns unsere Freizeit. Für jeden Zweiten bietet das Hobby die ideale Möglichkeit zur Selbstverwirklichung. Die Freizeitbeschäftigung, die in Deutschland übrigens am häufigsten ausgeübt wird, überrascht: Gartenarbeit auf Platz 1! Gleich dahinter findet sich ein ganz anderes Hobby: Shoppen.

Glück kommt oft durch soziale Kontakte
Soziale Kontakte gehören für viele zu einem glücklichen Leben ebenfalls dazu.

Der nächste Glücklichmacher ist vor allem gesund: Für viele ist ein glückliches Leben ohne Sport undenkbar. 60 Prozent der Deutschen sind in ihrer Freizeit sportlich aktiv, 6,7 Millionen trainieren regelmäßig in der Muckibude. Bewegung hebt die Laune und wirkt antidepressiv. Außerdem bilden sich Glückshormone.

Was bei all dem natürlich nicht fehlen darf: Liebe und Sex. Pro Sekunde lieben sich weltweit knapp 2.800 Paare – das kann ja nichts Schlechtes sein. Natürlich hat auch die schönste Nebensache der Welt einen Anteil am persönlichen Glück. Bei keiner anderen Aktivität werden so viele Glückshormone gebildet wie beim Orgasmus. Und gesund ist er allemal: Dreimal leidenschaftlicher Sex in der Woche senkt nämlich das Schlaganfallrisiko.

Herzklopfen, Schmetterlinge im Bauch – glücklich verliebte Menschen gehören zu den zufriedensten überhaupt. Sie verfügen insgesamt über mehr Energie und mehr Aufmerksamkeit für den anderen. Laut einer Studie haben wir pro Tag nur sieben Minuten Zeit für Romantik, dabei wünschen sich vor allem Frauen mindestens 106 Minuten romantische Zeit mit dem Partner – da ist also noch eine Menge Luft nach oben. Wie wär's denn, wenn man sich irgendwo dazwischen trifft? 99 Minuten pro Tag sind doch schon mal ein Anfang …

Die Liebe – das größte Glück der Erde. Am schönsten: die erste Phase der Verliebtheit. Sie hält bis zu 23 Monate an. Was braucht man mehr zum Glücklichsein?

Fazit: Glück ist gar nicht so individuell, wie viele denken. Schokolade und Kaffee gehören für viele zwar auch dazu, doch ein paar allgemeine Dinge machen fast jeden glücklich: Dazu gehören Job, ausreichend Geld, Freunde, Freizeit, Sport, Liebe und Sex. Nicht immer läuft es in allen Lebensbereichen rund – ein Grund, weshalb Glück oft nicht von Dauer ist. Lachen fällt dann oft schwer. Dabei hilft es manchmal schon, sich dazu zu zwingen, denn dann "denkt" der Körper automatisch, es gehe einem gut und schüttet Endorphine aus. Finden Sie nicht auch, dass Charly Chaplin recht hat mit seinem Satz: "Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorener Tag!"?

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