Themen-Spezial

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Diesem Tier verdanken wir die Erfindung des Kaffees

Folge 13 Staffel 2

Wussten Sie eigentlich, dass es ohne die Ziege keinen Kaffee gäbe? Ohne den Frosch keine Batterien? Warum das so ist, das erfahren Sie hier.

04.04.2017 13:23 | 10:08 Min | © ProSiebenSat.1 Media SE

Diese Erfindungen waren rein zufällig

Ein Leben ohne Kaffee, Batterien oder Taschenlampen können sich die wenigsten vorstellen – schließlich erleichtern diese Erfindungen das Leben ungemein. Doch wer hätte geahnt, dass hinter diesen Alltagshelfern der Zufall steht? Richtig gelesen, denn ohne diesen Faktor müssten wir heute auf eine Vielzahl von Produkten verzichten. Erfahren Sie jetzt mehr über ihre Entstehungsgeschichte.

Wer auf Kaffee nicht verzichten kann, sollte diesen Fun Fact kennen.
Wer auf Kaffee nicht verzichten kann, sollte diesen Fun Fact kennen.

Frischer Kaffeeduft

Ohne Kaffee kommen Sie morgen einfach nicht in die Gänge? Dann sollten Sie unbedingt mehr über den Ursprung dieser Erfindung wissen. Die Geschichte beginnt bereits in ferner Vergangenheit: im 9. Jahrhundert nach Christus in Äthiopien. Ein Hirte bemerkt, dass seine Ziegen sich wie wild gebärden, nachdem sie von seltsamen Sträuchern mit tiefgrünen Blättern und roten Früchten fressen. Doch was steckt dahinter? Die Überlieferung sagt, dass der Hirte sich ein paar Früchte und Blätter schnappt und selbst anfängt, damit herumzuexperimentieren. Noch weiß er nicht, welcher Teil der Pflanze die gesuchte Wirkung hat. Er lutscht und beißt und kaut – und macht schließlich einen Trank aus den Samen. Ein Getränk mit belebendem Wirkstoff, den wir heute als Koffein kennen.

Natürlich dauert es noch eine ganze Weile bis zum perfekten Kaffeegetränk. Wussten Sie, dass man erst im 16. Jahrhundert auf die Idee kommt, die Kaffeebohnen zu rösten? Dabei entsteht der Geschmack, den wir heute kennen.

Geniale Erfindungen: Die Batterie

Ohne Frosch gäbe es heute keine Batterien: Die Geschichte dazu führt uns ins Jahr 1780. Der Mediziner Luigi Galvani interessiert sich für Anatomie und Physiologie, der Wissenschaft von den Lebensvorgängen. Für seine Forschung spießt er ein paar Froschbeine auf Messingdraht und legt sie zum Trocknen auf ein Metallgitter und da passiert es. Die Beine fangen an, wie von Geisterhand zu zucken. Denn Galvani hat eine einfache elektrische Zelle erfunden. Auf dem Gestell berühren die Beine zwei Metalle. Messing und Eisen. Beide ziehen Elektronen unterschiedlich an. Durch die Flüssigkeit im Froschkörper können diese Teilchen fließen, das ist der Strom. Und dieser Strom löst dann die Muskelbewegungen aus.

Genau diesen Umstand beweist kurze Zeit später der Physikprofessor Alessandro Volta. Er wiederholt Galvanis Experimente mit verschiedenen Materialien. Statt mit Froschbeinen funktioniert es auch mit in Salzwasser getränkten Kartonscheiben. Hauptsache, der Strom kann fließen. Die Scheiben packt Volta zwischen Zink- und Silberplatten und fertig ist die Volta'sche Säule. Die Urform unserer heutigen Batterie!

Es werde Licht – die Erfindung der Taschenlampe

Batterien kommen im Alltag vielfältig zum Einsatz auch bei Taschenlampen. Unglaublich aber wahr, diese Erfindung hat mit einem Blumentopf zu tun. Das Rätsel lässt sich mit einer Reise ins 19. Jahrhundert lösen. Wir begeben uns in die Vereinigten Staaten, in das Jahr 1896: Conrad Hubert, Sohn einer russischen Winzerfamilie, erreicht in dieser Zeit die Stadt New York. Hier versucht er sein Glück als Geschäftsmann. Doch richtig erfolgreich ist er nicht, bis er Joshua Lionel Cowen kennenlernt. Gemeinsam tüfteln die beiden Männer an einem ausgefallenen Blumentopf für mystisch leuchtende Pflanzen. Dazu setzen sie eine Lichtröhre in die Mitte des Topfes und fertig ist das dekorative Lichtspiel. Hubert und Cowen sind von der Idee begeistert, ihre Kunden aber nicht. Niemand will die ausgefallene Erfindung kaufen. Pech für die Tüftler – schließlich gehen sie getrennte Wege.

Geht Ihnen ein Licht auf?
Geht Ihnen ein Licht auf?

Hubert forscht verbissen weiter, verlängert die Röhre, packt drei Batterien hinein, eine Glühbirne und einen Reflektor ans obere Ende und fertig ist sein "tragbares elektrisches Licht"! Durch die Erfindung der sogenannten Taschenlampe wird Conrad Hubert übrigens zum Millionär. Nach Deutschland kommt die Taschenlampe erst im Jahr 1906.

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