Das Zweifeln und die Hoffnung im ständigen Ringkampf. Jeden Tag schaut man auf diese unsere Welt und findet Nachrichten, die nach Apokalypse schmecken und Geschichten, die unser Herz anrühren und kurz Optimismus aufflackern lassen. Johannes Oerding besingt dieses „Kaleidoskop“ unserer Existenz in seiner neuen Single. Auch die entsprechenden musikalischen Pole finden sich in diesem Thema: Nachdenkliche Zeilen und traurige Piano-Klänge treffen auf einen wuchtigen, optimistischen Drumbeat und einen Refrain, der viele dazu bringen wird, mit ausgebreiteten Armen in die Nacht zu singen. Eine Kernzeile aus dem Song lautet: „Man sagt zwar, die Hoffnung stirbt zuletzt – aber das heißt auch, sie stirbt nicht jetzt.“

Neu ist dieses optimistische Zweifeln natürlich nicht im Oerding-Oeuvre. Schon das letzte Album „Konturen“ hatte einige sehr nachdenkliche Zeilen – und landete trotzdem, oder gerade deshalb, auf Platz 1 der Albumcharts. Über „Kaleidoskop“ sagt Oerding selbst: „Bei all den Konflikten in der Welt fällt es manchmal schwer zu glauben, dass wieder hellere Tage kommen. Ich wollte einen Song schreiben, der daran erinnert, dass alles irgendwann vorbeigeht – auch die schweren Zeiten. ‚Kaleidoskop‘ ist eine Erinnerung an unbeschwertere Kindheitstage und den Wandel von dunkel zu hell, von statisch zu dynamisch. Die einzige Konstante ist letztlich die Veränderung selbst.“

„Kaleidoskop“ ist nach dem bereits veröffentlichten Titelsong „Plan A“ ein weiterer Song aus dem neuen Album, das am 4. November erscheinen wird. Die Tour dazu findet im kommenden Frühjahr statt.  Live-Spielen war für Johannes Oerding Antrieb und Inspiration. Schon vor Jahren sagte er der Zeitung „Die Welt“ die schönen Sätze: „Das Touren ist wie eine große Klassenfahrt, nur ohne Lehrer. Das Livespielen ist der Grund, warum ich Musiker geworden bin.“ Das war 2013 – als gerade „Für immer ab jetzt“ erschienen war und seine Karriere so langsam Fahrt aufnahm. Schon damals hörte man aber auch seine Ambition, einmal große bewegende Shows in großen Locations spielen zu könne. Mit einem Augenzwinkern sagte er: „Vor vielen Leuten zu spielen ist besser als vor wenigen – wo ich spiele, ist mir egal. Hauptsache, es stehen 50.000 Leute davor.“ Dass diese Ansage nicht arrogant, sondern entschlossen klang, beweist seine Karriere eindrucksvoll: Seine bisher veröffentlichten sechs Alben erscheinen verlässlich im Zwei-Jahres-Takt und charteten allesamt: Das Debut „Erste Wahl“ (2009) auf Platz 39, sein Nachfolger „Boxer“ (2011) auf Platz 11, „Für Immer Ab Jetzt“ (2013) erklomm Platz 4, „Alles Brennt“ (2015) Platz 3, „Kreise“ (2017) Platz 2 und „Konturen“ (2019) schließlich den wohlverdienten Platz 1 der deutschen Albumcharts. Gleichzeitig werden erst die Clubs und später auch die Hallen, Arenen und Open Airs immer größer, um der immensen Nachfrage seiner stetig wachsenden Fanschar gerecht zu werden. Er wird sie also mit großer Freude und viel Verve empfangen, wenn er 2023 mit neuen Songs im Gepäck auf den großen Bühnen des Landes stehen wird.