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Die Vorgeschichte beginnt 1975, als der junge Budapester Jazzrockmusiker Leslie Mandoki aus der stalinistischen Diktatur auf abenteuerliche Weise durch einen Grenztunnel in den Westen und in die „Freiheit“ flieht. „Lebe deinen Traum und träume nicht dein Leben!“ Das hatte ihm sein Vater am Sterbebett mit auf den Weg gegeben. Nachdem Leslie mit seiner Band als musikalisches Sprachrohr der studentischen Opposition im stalinistischen Ungarn leidvolle Erfahrung mit Zensur und Auftrittsverboten machen musste und ihm mitgeteilt wurde, dass er niemals einen Reisepass erhalten würde, reifte der Entschluss zur Flucht um seine künstlerische Vision in Freiheit zu verwirklichen. Als er dann in Deutschland bei der Aufnahme des Asylantrags nach seinen Plänen gefragt wurde, gab Mandoki zu Protokoll, dass er gemeinsam mit seinen musikalischen Heroes Jack Bruce (Cream), Ian Anderson (Jethro Tull) und Al Di Meola musizieren wolle. Bei Mandokis ersten Schritten in der Münchner Musikszene halfen ihm Klaus Doldinger und Udo Lindenberg. Letzterer erinnert sich heute an die Boheme-Zeit mit Leslie: „Und da haben wir uns alle gedacht: Froh, dass wir ihn haben!“ 

Vor fast drei Jahrzehnten schließlich brachte Leslie Mandoki dann tatsächlich erstmals die Größen des Jazz und Rock für den Song „Mother Europe“ zusammen. Seither entwickelte sich Mandokis Jazzrock-Projekt unter dem Namen Mandoki Soulmates zu einer weltweit einmaligen Band aus Bandleadern mit 10 gemeinsamen Alben mehreren Live-DVD und Blu-rays. Auch in zahllosen Konzerten weltweit, von Shanghai bis New York, von Sao Paulo bis Moskau und in europäischen Metropolen von London bis Paris konnte man die unbändige Spielfreude und Virtuosität der Soulmates live erleben. So adelte ihn die Süddeutsche Zeitung vor einigen Jahren zurecht tiefsinnig als „Der mit den Helden spielt!“
Mit ihrem neuen Werk erscheint ein Konzeptalbum, das zu gesellschaftlichen Veränderungen eindringlich Stellung bezieht.
„Nach dem Fall der Berliner Mauer regnete Glück vom Himmel“, so Mandoki „wir hätten alle Möglichkeiten gehabt, eine Gesellschaft zu formen, bei der wirklich die Menschen im Mittelpunkt stehen. Stattdessen erleben wir ein Primat von Egoismus und gierigem Casinokapitalismus, extremes soziales Ungleichgewicht und eine irreversibel zerstörte Umwelt.

Es gibt viel zu tun für die nächste Generation von jungen Rebellen, die heute auf die Straße gehen müssen, wegen unser aller Kollektiv-Versagen!“

Musikalisch legen die Soulmates alles in die Waagschale, was die der Crème de la Créme des Jazz und Rock zu bieten hat. Großartige Musik-Momente, mitreissende Improvisationen, wundervolle Klangbilder und unbändige Spielfreude.
10 neue Soulmates-Songs plus zwei Songs, bei denen die Soulmates zu Archiv-Tapes mit ihrem verstorbenen Gründungsmitglied Jack Bruce spielen und ihn so noch einmal in ihre Mitte nehmen.

CD2 ist eine ambitionierte 47-min. ProgRock-Suite „Hungarian Pictures“ basierend auf Themen von Béla Bartók mit Neukompositionen und inkludierten Songs. Die Realisierung dieser Idee hatte Mandoki gemeinsam mit Greg Lake von ELP schon vor Jahren angedacht.