Morgan Freeman - Biografie des Hollywood Talents

Morgan Freeman
© National Geographic Channels/Mil

Kindheit

Morgan Freeman wird am 1. Juni 1937 in Memphis im amerikanischen Bundesstaat Tennessee geboren. Seine Eltern sind Morgan Porterfield Freeman, ein Friseur und die Lehrerin Mayme Edna. Die Familie hat insgesamt vier Kinder. Morgan Freemans Kindheit ist rastlos und gekennzeichnet durch viele Umzüge. Bereits im Alter von neun wird er zu seiner Großmutter väterlicherseits nach Charleston in Mississippi  geschickt. Anschließend lebt er als Heranwachsender unter anderem in Greenwood (Mississippi) und Gary (Indiana), bis er schließlich in die Großstadt Chicago im Bundesstaat Illinois kommt.

Frühes Talent

Sein schauspielerisches Talent und Interesse kommt bereits früh zum Vorschein. Morgan Freeman steht das erste Mal mit neun Jahren auf der Bühne. Drei Jahre später, mit gerade mal zwölf Jahren, gewinnt Morgan einen bundesweiten Schauspielwettbewerb und tritt in seiner High School, in Nashville (Tennessee), in einer Radioshow auf.

Militärlaufbahn

Trotz seines vielbeachteten Talents lehnt Morgan Freeman ein Schauspiel-Teilstipendium der Jackson State Universität ab und schließt sich 1955 der United States Air Force an. Vier Jahre lang, bis 1959, arbeitet Morgan Freeman hier als Mechaniker.

Erste Schauspiel-Schritte

Nach vier Jahren Mitgliedschaft beim Militär zieht es Morgan Freeman 1959 nach Los Angeles, wo er seiner Leidenschaft fürs Schauspiel folgen will. Aller Anfang ist schwer: Er arbeitet als Schreibkraft, nimmt Schauspielunterricht am Pasadena Playhouse und lernt Anfang der 60er Jahre in San Francisco das Tanzen. Später wird er Mitglied der Musicaltheatergruppe Opera Ring.

Theaterkarriere

Sein Off-Broadway-Debüt gibt Morgan Freeman 1967 mit 30 Jahren in dem Stück "The Nigger Lovers". Bereits ein Jahr später spielt er am Broadway in einer rein afroamerikanischen Version von "Hello, Dolly". Der Beginn einer erfolgreichen, preisgekrönten Karriere am Theater. Für seine Leistung in "The Mighty Gents" wird Freeman 1978 für einen "Tony Award" nominiert. Im Jahr 1980 erhält er dann gleich zwei "Obie Awards" für seine Rolle in "Coriolanus" beim "New Yorker Shakespeare Filmfestival" sowie für seine Arbeit in "Mother Courage and Her Children". 1984 erhält er einen weiteren "Obie Award" für "The Gospel at Colonus". Für seine schicksalsträchtige Rolle des Hoke Coleburn in "Miss Daisy und ihr Chauffeur" wird Morgan Freeman schließlich mit dem vierten "Obie Award" ausgezeichnet.

Von der Bühne auf die Bildschirme und Leinwände

Erst 1971 hat Morgan Freeman seine ersten Fernsehauftritte, nämlich in dem Kinderabenteuer "Who Says I Can’t Ride a Rainbow". Außerdem spielt er verschiedene Charaktere in der Kindersendung "The Electric Company" (dem Vorläufer der "Sesamstraße"). Ab Mitte der 80er Jahre übernimmt Morgan Freeman anspruchsvolle Nebenrollen. Doch erst die Rolle des Fast Black im Thriller "Glitzernder Asphalt" 1987 sieht Morgan Freeman heute als seinen wahren Durchbruch – zu dem Zeitpunkt ist er bereits 50 Jahre alt.

Die Rolle des Fahrers Hoke Colburn in "Miss Daisy und ihr Chauffeur" wird 1989 für Morgan Freeman endgültig zu einer Schicksalsrolle. Nachdem er bereits zuvor im Theater den Chauffeur auf der Bühne verkörperte, spielt er ihn auch an der Seite von Jessica Tandy auf der großen Leinwand im Kino. Für seine Leistung wird Freeman mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und erhält eine Oscar-Nominierung.

Größte Erfolge

Morgan Freeman gilt mittlerweile als Charakterdarsteller. Zu seinen Erfolgen zählen die Rollen in "Glory" und  "Robin Hood: König der Diebe" (1991). 1994 ist er ein Jury-Mitglied der Internationalen Filmfestspiele in Deutschland, der "Berlinale".

Für Freeman folgen vielbeachtete und preisgekrönte Rollen, wie in "Sieben" (1995),

"Deep Impact" (1998) oder "Der Anschlag" (2002). Dabei kann Morgan Freeman seiner ganzen Bandbreite und seinem Können Ausdruck verleihen. Er spielt Gott in "Bruce Allmächtig" (2003) und "Evan Allmächtig" (2007), den blinden Klavierspieler Sam in "Unleashed – Entfesselt" (2005), verkörpert Bruce Waynes (Batmans) Angestellten Lucius Fox in der "The Dark Knight"-Triologie (2005 - 2012) oder den todkranken Carter an der Seite von Jack Nicholson in "Das Beste kommt zum Schluss" (2007). Den ehemaligen Präsidenten Südafrikas, Nelson Mandela, spielt Freeman in "Invictus - Unbezwungen" unter der Regie von Clint Eastwood. Freeman hatte sich zuvor die Filmrechte an dem Buch gesichert. Er fungiert als Schauspieler und Produzent. Es folgen Rollen im Comedy-Actionfilm "R.E.D.: Älter. Härter. Besser." (2010), in der Komödie "Last Vegas" (2013) oder auch als Professor in Luc Bessons Science Fiction-Thriller "Lucy" (2014).

Aktuell mimt Freeman in der von ihm mitproduzierten Serie "Madam Secretary" an der Seite von Téa Leoni den Präsidenten des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten.

Weitere kreative Schwerpunkte

Morgan Freeman möchte mehr als eine reine Karriere als Schauspieler: Er will auch hinter der Kamera agieren und mitbestimmen. Sein Regiedebüt gibt Morgan Freeman 1993 mit dem Film "Bopha! - Kampf um Freiheit". Bald darauf gründete er mit Lori McCreary die Produktionsfirma "Revelations Entertainment" und später die Schwesterfirma "ClickStar", eine Online-Vertriebsgesellschaft für Filme.

Seine charakteristische, dunkle und ausdrucksstarke Stimme macht ihn zudem attraktiv und begehrt als Erzähler und Sprecher, wie 2005 in dem Oscar-prämierten Dokumentarfilm "Die Reise der Pinguine". Im Jahr 2010 ersetzt er Walter Cronkite als Ansagerstimme aus dem Off für die CBS Abendnachrichten. Im gleichen Jahr wird er Moderator und Erzähler im Discovery Channel.

Oscars

Für seine Darstellung des Eddie in "Million Dollar Baby" wird Morgan Freeman 2005 mit dem Oscar als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Zuvor ist der Schauspieler bereits dreimal für den "Academy Award" nominiert, für seine Leistung in "Glitzernder Asphalt" (1987), als Chauffeur in "Miss Daisy und ihr Chauffeur" (1989) sowie in "Die Verurteilten" (1994). Nachdem er im vierten Anlauf seinen ersten Oscar gewinnt, wird Morgan Freeman nochmals 2009 als bester Hauptdarsteller in "Invictus - Unbezwungen" nominiert.

Insgesamt nimmt Morgan Freeman in seiner bisherigen Karriere knapp 60 Preise in Empfang und wird 75 Mal nominiert.

Privatleben

Morgan Freeman ist zweimal verheiratet. Von 1967 bis 1979 geht er den Bund der Ehe mit Jeanette Adair Bradshaw ein. Mit ihr bekommt er Tochter Morgana und adoptiert Jeanettes Tochter Deena. Fünf Jahre später, am 16. Juni 1984, heiratet der Schauspieler Myrna Colley-Lee. Das Paar trennt sich im Dezember 2007 und die Ehe wird im September 2010 geschieden. Aus vorherigen Beziehungen hat Morgan Freeman Sohn Alfonso (geboren 1959) sowie Tochter Saifoulaye (geboren 1960).

Morgan Freeman ist ein exzellenter Golfspieler und hat eine große Leidenschaft für die Fliegerei. Mit 65 Jahren macht er seinen Pilotenschein und besitzt mehrere Flugzeuge. Sein großes Ziel ist es, eines Tages an einem Flug ins All teilzunehmen.

Morgan Freeman lebt sowohl in New York City als auch auf einer Ranch in Charleston (Mississippi). Er engagiert sich sozial, unter anderem zur Unterstützung von Hurricaneopfern und im Umweltschutz. Zudem betreibt er den "Bluesclub" in Clarksdale (Mississippi).

Fazit: Zwar dauert es eine Weile, bis Morgan Freeman als Schauspieler Erfolg hat, doch inzwischen ist er sich zu einem der erfolgreichsten Mimen unserer Zeit. Neben der Filmkarriere hat Freeman noch andere Hobbys wie das Golfen. Außerdem engagiert er sich sozial.