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DIE FAKTEN

Über zwei Drittel der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Allein ein Drittel, und somit mehr als die gesamte Landoberfläche der Erde, macht der Pazifik aus. Mit einer Länge von 15.500 Kilometern und einer Breite von 19.300 Kilometern ist er der größte der drei Ozeane und enthält mit rund 700 Millionen Kubikmetern mehr als doppelt so viel Wasser wie der Atlantik. Das kleinste der drei Weltmeere ist der Indische Ozean. Seine analog zum Atlantik und Pazifik gebildete Kurzbezeichnung Indik findet im Sprachgebrauch jedoch fast keine Verwendung.

UNERFORSCHTER MEERESRAUM

Die drei Ozeane bilden das größte Ökosystem auf der Erde. Auch wenn wir wissen, dass die hier herrschende biologische Vielfalt einzigartig ist, sind die Weltmeere weitestgehend unerforscht. Denn mit einer durchschnittlichen Tiefe von 4000 Metern herrschen hier Bedingungen, die wir mit dem aktuellen Stand der Technik noch nicht vollends überwinden können. Tatsächlich besitzt die Menschheit mehr Wissen über die Mondoberfläche, als über das, was sich unter der Meeresoberfläche befindet.

Allerdings konnten Wissenschaftler das Alter der drei Ozeane bestimmen. Der älteste von ihnen ist der Pazifik, die anderen beiden bildeten sich erst mit der Verschiebung der Landmassen. Als vor rund 200 Millionen Jahren der bis dahin bestehende Erdteil Laurasia auseinanderbrach, entstand der atlantische Ozean. Der Atlantik wächst mit jedem Jahr um einige Zentimeter, der Pazifik hingegen verliert an Größe. Der Indische Ozean ist das jüngste der drei Weltmeere: Er entstand vor rund 50 Millionen Jahren.

DER OZEAN ALS ENERGIEQUELLE

Rund ein Drittel des weltweiten Erdöl- und Erdgas-Bedarfs wird aus dem Meer gewonnen. Experten schätzen, dass sich dieser Anteil in den kommenden Jahren und Jahrzehnten noch um einiges steigern wird, denn die Ozeane bergen enorme Vorräte. Allerdings sind die meisten der Ölvorkommen im Flachwasser bereits weitgehend ausgeschöpft, sodass die Ölkonzerne in immer größere Meerestiefen vordringen müssen.

Diese Bohrarbeiten bedeuten viel Stress und Gefahr für die Meeresbewohner. Die Arbeiten unter Wasser sind mit viel Lärm verbunden und können unter anderem bei Delfinen und Walen zu erheblichen Gehörschäden führen. Das ist fatal für die Meeresbewohner, die sich mittels ihrer akustischen Wahrnehmung orientieren und auf die Suche nach Nahrung gehen. Doch auch andere Meerestiere werden von dem Geräuschpegel stark beeinflusst. So haben Forscher herausgefunden, dass Fische unter Lärmeinfluss anfangen, schädliche und ungenießbare Dinge zu fressen. Bei Strandkrabben, die dem steten Schraubengeräusch von vorbeifahrenden Schiffen ausgesetzt sind, wurden deutliche Symptome für erhöhten Stress nachgewiesen.

Die Sieben Weltmeere
Neben den drei Ozeanen zählen die vier Mittelmeere auch zu den Sieben Weltmeeren.

DIE SIEBEN WELTMEERE

In historischen Zusammenhängen wird immer wieder von den sieben Weltmeeren gesprochen. Dies bezeichnet die für den Seehandel früher wichtigsten Gewässer. Zu ihnen gehören neben den drei bereits genannten Ozeanen auch die vier Mittelmeere: Das Arktische Mittelmeer, das Amerikanische Mittelmeer, bestehend aus dem Karibischen Meer und dem Golf von Mexiko, sowie das Australasiatische und das Europäische Mittelmeer.

 

EIN NEUER OZEAN ENTSTEHT

Die drei Ozeane werden nicht mehr lange alleine bleiben: Zwischen Afrika und Vorderasien reißt ein Graben auf, der sich mit einer Geschwindigkeit von zwei Zentimetern pro Jahr öffnet. Forscher meinen, am Afar-Dreieck im Roten Meer die Entstehung eines neuen Ozeans beobachten zu können. Dort herrschen die gleichen Bedingungen wie vor 200 Millionen Jahren bei der Entstehung des Atlantik. Jedoch: Bis sich dort ein neues Ozeanbecken gebildet hat, werden wohl noch einige Millionen Jahre vergehen.