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Fakten über die Haut - Wussten Sie eigentlich...?

Folge 2 Staffel 1

Wasserabweisend und atmungsaktiv. Gepolstert und isoliert. Mit eingebauter Klima-Anlage und selbstheilend. Hauchdünn und perfekt auf den Leib geschneidert: Den besten Mantel der Welt tragen wir jeden Tag - unsere Haut.

19.09.2016 13:37 | 4:46 Min | © ProSiebenSat.1 Media SE

Perfekter Schutzmantel

Die Haut – das größte menschliche Organ

Wasserabweisend und atmungsaktiv, gepolstert und isoliert, mit eingebauter Klimaanlage und selbstheilend, hauchdünn und perfekt auf den Leib geschneidert: Unsere Haut ist der beste Mantel der Welt – und wir tragen ihn jeden Tag. Noch mehr Wissenswertes über die Haut erfahren Sie hier.

Unsere Haut, ein Multifunktionstalent

Wussten Sie eigentlich, dass die Haut mit einer durchschnittlichen Größe von zwei Quadratmetern die Maße einer Matratze hat?! Sie trägt somit den Titel „größtes Organ des Menschen“. Außerdem ist sie das Schwerste: Circa 20 Prozent unseres Körpergewichtes verdanken wir unserer Haut.

Jeder Quadratzentimeter Haut besteht aus durchschnittlich drei Millionen Zellen sowie aus vier Metern Nervenfasern. Außerdem steckt in jedem Quadratzentimeter unserer Haut ein ganzer Meter Blutgefäße. Doch die Haut ist weit mehr als nur eine Hülle: Im Gegensatz zu praktisch allen anderen Organen ist die Haut ein wahres Multifunktionstalent: Sie erkennt Berührungen, Druck, Schmerz, Kälte und Hitze.

Unsere Haut besteht aus drei Schichten – der Epidermis, der Dermis und der Su...
Unsere Haut besteht aus drei Schichten – der Epidermis, der Dermis und der Subcutis. © otto-maurer-design - Fotolia

Unterschiedliche Hautschichten

Die Haut ist aus drei Schichten aufgebaut: Ganz außen ist die Oberhaut, dünn wie ein Blatt Papier. Sie ist der Schutzschild nach außen. Darunter befindet sich die Lederhaut: Sie ist die Informationszentrale, mit zahlreichen Rezeptoren, Drüsen und Nervenenden. Darunter kommt die dicke Unterhaut als Isolation und Polsterung. Fast 65 Prozent unseres gesamten Fettgewebes ist in der Unterhaut. Das Fett isoliert und wirkt als Stoßdämpfer.

Treffpunkt unzähliger Bakterien

Männer haben eine dickere und fettigere Haut als Frauen: Das kommt daher, weil Männer früher auf der Jagd mehr Schutz vor Dornen, Hitze, Kälte und wilden Tieren brauchten. Und auch heute findet jede Sekunde ein Krieg statt und unsere Haut ist der Schauplatz des Geschehens. Denn auf unserer Haut leben um ein Vielfaches mehr Bakterien, als es Menschen auf der Welt gibt. Insgesamt tummeln sich etwa 10 Billiarden Bakterien auf unserer Hautoberfläche – eine 10 mit 12 Nullen.

Die Verteilung der Bakterien variiert je nach Körperregion: An trockenen Stellen wie dem Rücken leben lediglich einige Hundert pro Quadratzentimeter. Die höchste Bakteriendichte haben wir unter den Achseln: Hier tummeln sich insgesamt 10 Milliarden Bakterien pro Quadratzentimeter. Und all diese Bakterien würden gern in uns hinein. Was ihnen auch gelänge, hätten wir nicht unsere Haut. Sie schützt uns – und das, obwohl sie nur circa acht Millimeter dick ist, zumindest an den dicksten Stellen. Am Augenlid ist unsere Haut gerade mal so dick wie ein Blatt Schreibpapier.

Steigt die Körpertemperatur, springt unsere ganz individuelle eingebaute Klim...
Steigt die Körpertemperatur, springt unsere ganz individuelle eingebaute Klimaanlage an: die Haut. Sie sorgt dafür, dass wir anfangen zu schwitzen, damit sich der Körper wieder abkühlt. © Maridav - Fotolia

Regulierung der Körpertemperatur

Die Haut ist unsere Klimaanlage! Wenn wir zu stark erhitzen, sondert sie bis zu drei Millionen Drüsen Schweiß ab. Der verdunstet auf der Haut und kühlt die erhitzte Körperoberfläche ab. Auf diese Weise wird dem Körper Wärme entzogen, seine Temperatur sinkt. Ist es zu kalt, sorgen die Kälterezeptoren der Haut für Muskelzittern und setzen damit die Wärmeproduktion in Gang. Zudem ziehen sich die Blutgefäße zusammen. So verlieren wir weniger Wärme, Blut und Organe bleiben auf Betriebstemperatur.

Menschliche Häutung

Unsere Haut erneuert sich alle vier Wochen – und zwar komplett. Denn in der Oberhaut wachsen kontinuierlich neue Hautzellen. Sie drücken die darüber liegenden Zellen an den Rand. Dort trocknen sie aus und fallen ab. Auf diese Weise häutet sich der Mensch alle 27 Tage, schneller als eine Schlange. So ist es auch kein Wunder, dass 70 Prozent des Hausstaubs aus toter, menschlicher Haut besteht. Denn wir verlieren um die 600.000 Hautschuppen pro Stunde. Das sind etwa 0,7 Kilogramm im Jahr. In einem durchschnittlichen Leben sind das dann stolze 50 Kilogramm Hautschuppen.

Fazit: Der menschliche Körper ist ein Wunderwerk der Natur! Doch nicht nur Herz und Hirn sichern uns das Überleben, sondern auch unsere Haut. Sie ist das größte Organ des Menschen, zugleich super schwer und multifunktional. Denn sie schützt uns vor Bakterien, reguliert unsere Körpertemperatur und erneuert sich regelmäßig – da sag mal einer, nur mit unserem Gehirn können wir denken …

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