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Fakten über Körperrekorde - Wussten Sie eigentlich...?

Folge 62 Staffel 1

Unzählige Reaktionen laufen ständig im menschlichen Körper ab. Wer diese beeindruckenden Zahlen kennt, bekommt einen Eindruck davon, was sich in jedem von uns ununterbrochen abspielt.

19.09.2016 15:17 | 5:21 Min | © ProSiebenSat.1 Media SE

Wunderwerk der Natur

Die größten Körperrekorde

Wir atmen, laufen, essen, gähnen – und das tagtäglich mehrmals und ganz selbstverständlich. Dabei sind diese Körperrekorde für unseren Body Höchstleistungen. Was genau dahinter steckt, erfahren Sie hier.

Atmen, schwitzen, fühlen

Wir tun es immer und überall, auch bei einem romantischen Date: atmen, einer der größten Körperrekorde, denn unsere Atmung ist lebenswichtig. Wussten Sie eigentlich, dass an einem einzigen Tag rund 11.000 Liter Luft durch unsere Lunge strömen?! Am Ende unseres Lebens haben wir somit knapp 300 Millionen Liter Luft eingeatmet. Damit lässt sich ein Einfamilienhaus fast 1.000 Mal füllen.

Apropos Luft, bei dieser heißen Angelegenheit kann uns schon mal die Puste ausgehen. Was passiert? Wir kommen ins Schwitzen. Der Europäer verfügt durchschnittlich über zwei Millionen Schweißdrüsen. Schweißdrüsenweltmeister sind aber erstaunlicherweise die Inuit. Die Mitglieder des indigenen Volkes haben nämlich zehn Prozent mehr als wir. Unsere Schweißdrüsen sondern an einem einzigen Tag fast einen Liter Flüssigkeit ab. Bei körperlicher Anstrengung können es sogar zehn Liter sein. Insgesamt schwitzen wir in unserem Leben mehr als 14.000 Liter Schweiß. Damit lässt sich ein kleiner Swimmingpool füllen.

Schwitzen beim Sport: Hanteln heben
Wer regelmäßig Sport macht, schwitzt mehr – und verbrennt dabei jede Menge Kalorien.

So lästig es auch ist, das Schwitzen hat seinen Zweck: Es kühlt unser größtes und schwerstes Organ so richtig ab – die Haut. Unsere Hautoberfläche hat eine Größe von etwa eineinhalb Quadratmetern und wiegt rund 13 Kilo. Sie verfügt über mehr als 500.000 Tastsensoren. Die meisten gibt es auf den Fingerspitzen. Damit wir aber überhaupt etwas fühlen, brauchen wir unsere Nerven. Gesamtlänge aller Nervenfasern im Körper: 768.000 Kilometer – das entspricht der Strecke von der Erde zum Mond und wieder zurück. Nur einer von vielen Körperrekorden!

Lachen, laufen, essen, denken

An einem einzigen Tag lachen wir durchschnittlich sechs Minuten. Ein wahrer Fitmacher, denn bei einem Lächeln sind bis zu 15 Muskeln im Einsatz. 850.000 Kalorien verbrauchen wir damit in einem ganzen Leben. Das entspricht circa 3.000 Cheeseburgern. Ein Besuch bei McDonald's wäre mit anschließendem Lachflash also nur halb so wild.

Nach einer langen Nacht endlich zu Hause: 130.000 Kilometer tragen uns unsere Füße durchs Leben. Das sind rund 150 Millionen Schritte. Damit kämen wir etwa dreimal um die Erde, Körperrekorde wie dieser sind kaum jemanden bewusst. Nur blöd, dass wir dafür im Alltag keine Zeit haben.

Nach einer durchzechten Nacht kriegen wir Lust auf … Essen. Dabei muss unser Magen so einiges aushalten. Durch ihn fließen täglich bis zu elf Liter Nahrung und Flüssigkeit. Am Ende unseres Lebens hat unser Verdauungstrakt mehr als 300.000 Liter aufgenommen. Flüssigkeiten bleiben nur wenige Minuten im Magen, gebratenes und fettiges Fleisch bis zu acht Stunden. Allzu viel sollte man davon also lieber nicht zu sich nehmen.

Nachdem wir Nahrung im Magen haben, können wir auch wieder denken. Körperrekorde versus künstliche Intelligenz: Unser Gehirn ist nämlich leistungsfähiger als der modernste Computer. Diese Leistung erbringen etwa 100 Milliarden Neuronen. Die wiederum sind mit 100 Billionen Synapsen verbunden. Im Durchschnitt ist das männliche Gehirn etwa zehn Prozent größer und schwerer als das weibliche. Gern wird diese Entdeckung vom Mann als Beweis seiner Überlegenheit gewertet. Aber falsch gedacht: Das weibliche Gehirn enthält dafür rund elf Prozent mehr Neuronen. Ganz schön viele Zahlen – unser Hirn ist im Dauereinsatz. Kein Wunder also, dass es im Laufe des Lebens so viel Energie verbraucht, wie in zwei Tonnen Traubenzucker steckt.

Weitere Körperrekorde

Oft auch zwischendurch, aber meist abends bahnt sich Müdigkeit an. Unser Körper reagiert darauf mit Gähnen. Warum wir überhaupt gähnen – darüber rätselt die Wissenschaft noch heute. Wir tun es rund zehnmal pro Tag. Wenn wir müde oder gelangweilt sind, oder weil wir uns von unserem Gegenüber anstecken lassen. Das tun wir übrigens meist nur dann, wenn wir den Gähner sympathisch finden oder ihm nahestehen. In einem einzigen Leben gähnen wir etwa 290.000 Mal.

Baby beim Gähnen
Schon Babys wissen, wie's geht, und signalisieren damit: Ich bin müde.

Beim Gähnen werden auch unsere Tränendrüsen angeregt. Bis zu unserem Lebensende haben wir viele Tränen vergossen – nämlich sage und schreibe 45 Liter. Das entspricht einer durchschnittlichen Dusche.

Fallen Ihnen weitere Körperrekorde ein? Was ist mit dem Herzen? Auch das ist rekordverdächtig, denn unser Herz schlägt rund drei Milliarden Mal und pumpt dabei über 210 Millionen Liter Blut in den Kreislauf. Überraschend: Frauenherzen schlagen etwas schneller als Männerherzen.

Unser Körper ist ein wahres Wunderwerk. Das kann ganz schön müde machen – wenig überraschend also, dass wir rund ein Drittel unserer Lebenszeit mit Schlafen verbringen … Pro Nacht träumen wir übrigens im Schnitt dreimal. Auf unser Leben gerechnet haben wir damit ganze 87.000 Mal geträumt. Erinnern können wir uns leider – oder zum Glück – im Anschluss nicht mehr an alles.

Fazit: Atmen, schlafen, laufen, gähnen – was banal klingt, sind in Wirklichkeit wahre Körperrekorde, denn der Körper erbringt dafür tagtäglich Höchstleistungen. Bewusst wird den meisten das erst, wenn etwas davon nicht mehr funktioniert, zum Beispiel nach einem Unfall und infolge einer Krankheit. Denken, essen & Co. müssen wir dann mitunter trainieren, damit es wieder funktioniert.

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