Top Sendungen

Sonntag, 21.07.2019

05:25 Uhr: Die größten Pannen der NASA

08:00 Uhr:  Apollo 13 - Rettung im All

09:55 Uhr: Die 10 größten Erfolge der NASA

11:45 Uhr: Unerklärliche Phänomene - Ancient Aliens 

14:05 Uhr: Die Weltraum-Schatzjäger

Montag, 22.07.2019

20:15 Uhr: Mission Mond - Als die Welt den Atem anhielt 

21:05 Uhr: Die geheimen Akten der NASA

22:40 Uhr: Apollo 13 - Rettung im All

Eine Mission zum Mond

In diesen Tagen jährt sich die erste Mondlandung zum 50sten Male. Am 21. Juli 1969 um 02:56 UTC (UTC = International koordinierte Weltzeit) betreten vor über 500 Millionen TV-Zuschauern weltweit mit Neil Armstrong und Buzz Aldrin die ersten Menschen den Mond.

Neil Armstrong als allererster Mann auf dem Mond gab dabei eines der mittlerweile berühmtesten Zitate der Menschheit von sich: "Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit!" Amerikas Mondlandung hatte acht Jahre Vorlaufzeit und mit vielen tragischen Rückschlägen zu kämpfen. Die letztendlich erfolgreiche Apollo-11-Mission startete am 16. Juli und endete am 24. Juli 1969. 

Seither kursieren zahlreiche Verschwörungstheorien in Bezug auf die erste Mondlandung der Apollo 11. Auch vermeintliche Beweise gegen die Mondlandung tauchten schnell auf. Unerklärbare Spiegelungen im Helmvisier oder mysteriöse Bild- und Schatten-Effekte auf Film- und Foto-Aufnahmen reichte den Verschwörern als handfester Beweis für eine fingierte Mondlandung aus den Hollywood-Studios aus. 

Kabel eins Doku zeigt vom 21.07.2019 - 22.07.2019 spannende Dokumentationen und Sendungen rund um die Themen Raumfahrt, Mondlandung und NASA. 

Entstehung des Apollo-Projekts der NASA

Wir befinden uns Anfang der 1960er: Kalter Krieg herrscht zwischen Ost und West – angeführt von den beiden Weltmächten UdSSR und den USA. Beide Staaten hassen sich so sehr, dass sie sich am liebsten gegenseitig auf den Mond schießen würden. Genau das erkennen die Großmächte aber als Prestigeobjekt – also sich selbst auf den Mond zu schießen. Nachdem das menschliche Hirn immerhin schon so weit denkt, dass keiner der Mächte einen Atomkrieg wirklich gewinnen kann, suchen sich die Großmächte ein anderes Schlachtfeld: den Weltraum.

Die Sowjets heimsen dabei sehr früh Erfolg für Erfolg ein, liefern die ersten Bilder von der Schattenseite des Mondes und schießen mit ihrem Kosmonauten Juri Gagarin am 12. April 1961 den ersten Menschen ins All. Der Wettlauf zum Mond ist damit eröffnet. Die gelungene Weltraummission der Sowjets über den ersten bemannten Raumflug schockt die USA bis ins Knochenmark und so gibt der US-Präsident John F. Kennedy am 25. Mai 1961 trotzig ein Versprechen ab: "Ich glaube, dass dieses Land sich dem Ziel widmen sollte, noch vor Ende dieses Jahrzehnts einen Menschen auf dem Mond landen zu lassen und ihn wieder sicher zur Erde zurück zu bringen. Kein einziges Weltraumprojekt wird in dieser Zeitspanne die Menschheit mehr beeindrucken, oder wichtiger für die Erforschung des entfernteren Weltraums sein; und keines wird so schwierig oder kostspielig zu erreichen sein." Dies ist die Geburtsstunde des Apollo-Programms der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA.

Bis die Öffentlichkeit wieder etwas von dem Apollo-Programm erfährt, befinden wir uns bereits im Jahre 1966, als die NASA die Crew für ihren ersten bemannten Raumausflug bekannt gibt. Ursprünglich war das Apolloprogramm für sieben Missionen ausgelegt, wobei innerhalb der siebten Missionen der erste Mann den Mond betreten sollte. Doch bereits die erste Mission endet in einem Desaster und kommt nie zur Durchführung, da die Kapsel während eines Start-Probedurchgangs am 27. Januar 1967 Feuer fängt und mit der gesamten Besatzung verbrennt.

Ticket to the Moon – die Reise der Apollo 11 beginnt

Am 16. Juli 1969 ist es dann endlich soweit: Der Countdown zählt 10, 9, 8 … 3, 2, 1, 0 – und um Punkt 13:32 UTC erhebt sich die Trägerrakete "Saturn V" samt seiner Fracht in die Luft. Nach zwölf Minuten erreicht das Raumschiff die Erdumlaufbahn, erst in drei Tagen werden sie in der Mondumlaufbahn ankommen. Im Mondorbit angelangt beginnt nun für die Crew der spannende Teil: der Umstieg von Edwin "Buzz" Aldrin und Neil Armstrong in die Mondlandefähre Eagle, das Abtrennen vom Mutterschiff sowie das Anvisieren des Landeplatzes auf dem Mond, namentlich "Mare Tranquillitatis" (zu Deutsch: Meer der Ruhe).

Bereits vom Start weg kommt es zu minimalen Verzögerungen, welche die Mondlandefähre rund 4,5 Kilometer vom Kurs abweichen lassen. Des Weiteren beglückt der Board-Computer Armstrong und Aldrin mit nichts sagenden Fehlermeldungen, wie sie heute noch jeden Windows-Nutzer verzweifeln lassen – und all das zwischen Mutterschiff und Mond im Nichts… Schließlich steuert der Autopilot auf einen mit Felsen übersäten Krater zu, also genau dahin, wo man um keinen Preis hinwollte. Neil Armstrong versucht daher mit der Handsteuerung zu retten, was zu retten ist und landet die Eagle schließlich 60 Meter westlich des Kraters sicher am Mondboden. Nach der Mondlandung sollten der Eagle-Crew eigentlich 60 Sekunden bleiben, um beim Bemerken von eventuellen Schwierigkeiten sofort wieder den Rückzug zum Mutterschiff einschlagen zu können – danach hätten sie es schlicht verfehlt. Doch durch die manuelle Landesteuerung der Eagle vergingen davon bereits 40 Sekunden, 15 weitere brauchen sie zum schnellen Check ihrer Instrumente und auch vom Sprit verbrauchten sie durch das Landemanöver mehr als die Hälfte. Nun bleiben Armstrong und Aldrin keine fünf Sekunden um darum zu knobeln, ob sie den Rückzug antreten oder es mit dem Mond aufnehmen… wir wissen, wie sich die beiden entscheiden.

Neils Armstrong wagt den ersten Schritt auf den Mond

Am 20. Juli 1969 um 20:17 und genau 58 Sekunden meldet der Apollo-11-Kommandeur Neils Armstrong nach Houston: "Houston, hier ist der Stützpunkt "Meer der Ruhe". Der Adler ist gelandet!“ Jetzt befinden sich die Jungs also auf dem Mond, jetzt geht’s "nur" noch ums Aussteigen. Es vergehen fast weitere sieben Stunden, bis Neil Armstrong vor weltweit rund 530 Millionen Fernseh-Zeugen am 21. Juli 1969 um 2:56 aus der Mondlandefähre steigt und voller Stolz verkündet: "That's one small step for a man, one giant leap for mankind!" ("Dies ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit!")

Buzz Aldrin betritt den Mond 20 Minuten später. Die beiden hissen die US-amerikanische Flagge mit den Stars & Stripes, stellen einige Messgeräte auf und stibitzen dem Mond knapp 22 Kilo Mondgestein. Nach zwei Stunden und 31 Minuten beenden die zwei Helden den ersten Mondspaziergang in der Geschichte der Menschheit. Ab jetzt geht es nur noch darum, lebend nach Hause zu kommen.

Take me Home – der lange Weg zurück zur Erde

In der Mondlandefähre angekommen stellt Buzz Aldrin fest, dass ein für den Start benötigter Schalthebel scheinbar beim Ausstieg abbrach. Und dann war da ja noch die spannende Frage, ob der Sprit auch für den Rückflug ausreichen würde?! Tatsächlich reichte der Treibstoff bis zum Mutterschiff aus und den defekten Hebel ersetzte kurzerhand ein Schreibstift.

Alle drei Astronauten sind wieder auf der Columbia vereint und treten schließlich den Heimweg von der Mondumlaufbahn Richtung Erde an, wo sie am 24. Juli 1969 um 16:50 UTC im Pazifik wassern und kurz darauf vom Flugzeugträger USS Hornet geborgen werden. Anstatt danach ihre Liebsten zu besuchen und richtig einen drauf zu machen, müssen die drei Space-Cowboys aber erst mal für 17 Tage in Quarantäne – nur für den Fall, dass sie vom Mond unerwünschte Viren oder ähnliches Ungemach mitgebracht hätten.

Mit den Missionen Apollo 12, 14, 15, 16 und 17 finden bis August 1971 noch fünf weitere erfolgreiche Mondlandungen statt – die Mondlandung der Apollo 13 im April 1970 musste unterwegs aufgrund einer Tankexplosion vorzeitig abgebrochen werden ("Houston, wir haben ein Problem").