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Fakten über John Lennon - Wussten Sie eigentlich...?

Folge 22 Staffel 1

John Lennon: Allein in den USA bringt er es mit den "Beatles" auf 20 Nr. 1 Hits. Doch wussten Sie, dass er die erfolgreichste Band des 20. Jahrhunderts bereits mit 16 Jahren gründete?

11.10.2016 17:39 | 5:33 Min | © ProSiebenSat.1 Media SE

"The Beatles"-Sänger, Friedensaktivist und Legende

John Lennon: Mehr als nur ein Musiker

Allein in den USA bringt John Lennon es mit seiner Band "The Beatles" auf 20 Nummer-1-Hits. Doch wussten Sie, dass er bereits mit 16 Jahren die erfolgreichste Band des 20. Jahrhunderts gründete? Oder, dass er sich für nichts Geringeres als den Weltfrieden einsetzte?

Der Traum vom Rockstar-Dasein

John Lennon wird 1940, mitten im 2. Weltkrieg in Liverpool, geboren. Sein zweiter Vorname lautet Winston - nach dem damaligen britischen Premierminister Winston Churchill.

Schon als Kind ist er sehr musikalisch. Sein erstes Instrument: Mundharmonika. Er wächst in ärmlichen Verhältnissen bei seiner Tante auf. Doch Lennon gibt sich mit dem einfachen Leben nicht zufrieden, strebt nach mehr. Sein großer Traum ist es, ein Leben als Rockstar wie sein Vorbild Elvis Presley zu führen – und genau so soll es kommen. Seine Melodien werden weltberühmt. Das Erstaunliche dabei: John Lennon hat nie gelernt, Noten zu lesen.

John Lennon gilt als sanftes Genie, dabei hat er es in seiner Jugend ordentlich krachen lassen. Mit nur 22 Jahren heiratet er zum ersten Mal. Er bekommt zwei Söhne. Einer hat am gleichen Tag Geburtstag wie er: am 9. Oktober.

Mit seiner zweiten Frau Yoko Ono verbringt er später eine ganze Woche im Bett und gibt der Presse von dort Interviews. Für ihn ein großer Spaß, für die Öffentlichkeit eine Provokation. Die Aktion wird als Bed-In weltbekannt.

Bevor Lennon berühmt wird, besucht er eine Kunsthochschule. Heute sind seine Bilder ein Vermögen wert. Auf vielen seiner Zeichnungen ist er selbst zu sehen. Er stammt aus England, lebt aber lange in New York. Ein Teil des Central Parks ist ihm gewidmet: Strawberry Fields.

Mit den "Beatles" wurde Sänger John Lennon unsterblich.
Mit den "Beatles" wurde Sänger John Lennon unsterblich.

Durchbruch in Hamburg

In Hamburg feiert John Lennon als Musiker erste Erfolge. Jeden Abend steht er auf der Bühne und spielt für einen Hungerlohn. Aber dadurch bekommt er die ersten Fans und die ersten Groupies. 20 Jahre später löst eine vorher nie da gewesene Massenhysterie aus. Seinetwegen fallen Mädchen reihenweise in Ohnmacht.

Die Hysterie der Fans wird bald so groß, dass der Sänger nicht mehr live auftreten kann. Deshalb gibt er unter falschen Namen kleine Konzerte. Das bringt ihn ins Guinness-Buch der Rekorde: Niemand macht unter so vielen Namen Musik wie John Lennon. Unter anderem nennt er sich Dr. Dream, Dr. Winston OReggae und Captain Kundalini.

Der Ruhm steigt dem Popstar zu Kopf. Lennon experimentiert mit Drogen und ist jahrelang süchtig. Wie viele Stars von heute macht er zahlreiche Entzugskuren. Ganz clean wird er aber nie. Die Erlebnisse seiner Drogentrips verarbeitet er in seinen Songs, die zu Welthits werden.

Der John Lennon-Look

Nicht nur mit seiner Musik verändert der Brite die Welt – auch mit seinem Modestil. Alle wollen aussehen wie John Lennon. Eine ganze Generation kopiert seinen Haarschnitt. Heute werden einzelne Haare von ihm für 3.000 Euro versteigert.

Er ist seit seiner Kindheit extrem kurzsichtig und weigert sich lange, eine Brille zu tragen. Später wird die Sehhilfe mit den runden Gläsern sein Markenzeichen.

Lennons Song "Imagine" wird zur Hymne der Friedensbewegung.
Lennons Song "Imagine" wird zur Hymne der Friedensbewegung.

Überzeugter Pazifist

John Lennon ist politisch engagiert. Er protestiert gegen den Vietnamkrieg und wird zum Symbol der Friedensbewegung. Seine Hymnen "Imagine" und "Give Peace a Chance" liefern den Soundtrack zur Hippie-Bewegung. "Love, Peace and Happiness" sind die Schlagworte seiner Zeit. Beim berühmtesten Festival der Blumenkinder ist er trotzdem nicht dabei: "Woodstock" findet 1969 ohne ihn statt.

Eine weiße Flagge: Das Symbol für einen gewaltfreien Staat. Davon träumt der "Beatles"-Gründer. Der Staat soll Nutopia heißen. Auch die Nationalhymne hat John Lennon schon komponiert. Sie besteht aus drei Sekunden Stille.

Gewaltvolles Ende

John Lennon, der sogenannte Friedenskämpfer, stirbt einen gewaltvollen Tod. Ein verrückter Fan erschießt ihn 1980 hinterrücks in New York – wenige Stunden, nachdem er sich von dem Star eine Platte signieren lässt. Die Musik seiner Band "The Beatles" ist zu diesem Zeitpunkt längst unsterblich.

Auch sein Plattenlabel gibt es noch heute: Apple Records. John Lennon gründet es 1968 mit seinen drei Bandkollegen.

Fazit: John Lennon ist der wohl berühmteste Beatle. Seine Musik – aber auch sein verrückter Lebensstil, sein politisches Engagement und der überraschende Tod – machten ihn zur Pop-Legende.