Themen-Spezial

Playlist

Themen-Spezial

Fakten über Hotels - Wussten Sie eigentlich...?

Folge 55 Staffel 1

Tatort Hotel! Wussten Sie eigentlich, dass wir durchschnittlich 5 Tage im Jahr, also mehr als ein ganzes Jahr unseres Lebens, im Hotel verbringen?

17.10.2016 13:57 | 5:20 Min | © ProSiebenSat.1 Media SE

Von Dieben und Urkundenfälschern

Tatort Hotel: So viele Straftaten begeht der durchschnittliche Gast

Für viele gehört ein Hotel ganz selbstverständlich zum Urlaub und anderen Reisen mit dazu. Schließlich ist es verlockend, sich ins gemachte Bett fallen und am nächsten Morgen das Frühstück schmecken zu lassen, ohne dafür selbst groß Hand anlegen zu müssen. Doch hätten Sie gedacht, dass in Hotels ebenso viele Straftaten begangen wie Nächte dort verbracht werden?

Tatort Hotel

Jeder Deutsche verbringt inzwischen durchschnittlich fünf Tage im Jahr, also hochgerechnet rund ein ganzes Jahr seines Lebens, im Hotel. In so einer langen Zeit kann viel passieren. Ob Geschäftsleute, Familienväter oder frisch verliebte Pärchen – sie alle können im Hotel ganz leicht zu Straftätern werden! Glauben Sie nicht? Hier ein paar überraschende Fakten:

Es wirkt so unschuldig und ist doch einer der beliebtesten Tatorte für Verbre...
Es wirkt so unschuldig und ist doch einer der beliebtesten Tatorte für Verbrechen: das Hotelzimmer.

Falsche Namen

Aus welchem Grund auch immer – manchmal möchten Gäste im Hotel einfach unerkannt bleiben. Dabei muss es nicht immer um Ehebruch, Zechprellerei oder Diebstahl gehen. Was liegt da näher, als beim Einchecken einen falschen Namen anzugeben? Immerhin zehn Prozent der Deutschen haben das schon mal gemacht! Am häufigsten tarnen sich Hotelgäste mit den Namen von Disney- und Comicfiguren. Ebenfalls beliebt: Filmstars und Sänger. Doch das ist Urkundenfälschung und kostet 1.000 Euro Strafe.

"Unabsichtlicher Diebstahl"

Es passiert unglaublich oft und meist sind sich die Täter ihres Deliktes nicht mal bewusst – "unabsichtlicher Diebstahl" im Hotelzimmer. Die wenigsten Hotelgäste wissen nämlich, dass es verboten ist, kleine Souvenirs oder Gebrauchsartikel einzustecken. Rund 50 Prozent der Deutschen haben sich auf diese Weise (unwissentlich) schon strafbar gemacht. Besonders begehrt: Shampoo-Fläschchen und Seifen. Gut 3,1 Millionen werden jährlich aus deutschen Hotels geklaut. Und auch der Kugelschreiber ist Eigentum des Hotels. Wer ihn mitnimmt, ist streng genommen ein Dieb. 1,6 Millionen Stück landen jährlich in unseren Taschen.

Auch Handtücher verschwinden in großer Zahl: insgesamt rund 1,3 Millionen pro Jahr. Und sogar Kopfkissen werden geklaut. Dass die im Hotel bleiben müssen, sollte aber eigentlich jeder wissen.

Verbrechen am Hotel-Tresen und im Frühstücksraum

Vor dem Schlafengehen noch ein flüssiges Betthupferl an der Hotel-Bar? Das kann richtig teuer werden. Nicht der Drink, sondern der Deckel. Sieht nach einer Verlegenheitsgeste aus, ist aber in Wirklichkeit eine Straftat. Striche vom Bierdeckel abkratzen ist genauso Urkundenfälschung, wie einen falschen Namen anzugeben.

Und der Spießrutenlauf der Straftaten im Hotel nimmt einfach kein Ende. Ebenfalls ein beliebter Tatort: der Frühstücksraum. In der Regel ist das Frühstück im Zimmerpreis ja inbegriffen. Aber was, wenn die Gäste etwas davon einpacken und mitnehmen? Streng genommen handelt es sich auch dabei um Diebstahl!

Eine kleine Wegzehrung einzupacken kann doch nicht so schlimm sein? Das ist A...
Eine kleine Wegzehrung einzupacken kann doch nicht so schlimm sein? Das ist Ansichtssache, denn erlaubt ist das in den meisten Fällen nicht.

Verbotenes zwischen Kissen und Laken

Eine spontane Party im Hotel – warum nicht? Da sagen vor allem viele jüngere Hotelgäste nicht nein. Was jedoch die wenigsten wissen: Auch das ist verboten! Das scheint vielen aber völlig egal zu sein. Immerhin: 16 Prozent der Deutschen haben schon wilde Partys im Hotelzimmer gefeiert. Und wenn man dabei auch noch raucht, wird es richtig teuer. Kosten für die Reinigung: um die 150 Euro.

Wo gefeiert wird, wird auch getrunken. Doch das kann ganz schön ins Geld gehen. Immerhin sind die kleinen Fläschchen aus der Hotel-Minibar nicht gerade günstig. Der beliebteste Trick von Minibarbetrügern: die Wodka- und Whiskeyfläschchen mit Wasser und Pfefferminztee auffüllen. Und das kommt wohl häufiger vor, als viele danken: 84 Prozent der Hotels weltweit beklagen Minibarraub.

Sie haben in einem anderen Zimmer mitgefeiert und es sich so richtig bequem gemacht? Eigentlich ist es doch egal, in welchem Bett sie schlafen, es ist ja so oder so ein Gästebett … Weit gefehlt! Wer in einem fremden Hotelzimmer übernachtet, wird dafür zur Kasse gebeten. Und in islamischen Ländern kann man sogar im Gefängnis landen. Denn: Nur Eheleute dürfen dort im gleichen Zimmer schlafen.

Auf und davon

Der Aufenthalt ist zu Ende, die Abreise steht unmittelbar bevor. Also schnell alles zusammenpacken, die Rechnung bezahlen und ab nach Hause? Von wegen: abzuhauen ist viel günstiger! Immerhin 1,5 Prozent der deutschen Hotelgäste haben schon mal die Zeche geprellt. Aber Vorsicht! Hotels sind untereinander vernetzt. Die Nummer wird also schnell durchschaut. Und dann drohen ernsthafte Konsequenzen.

Fazit: Beim Thema Hotel denken die meisten an Urlaub, Zimmerservice und eine entspannte Flucht aus dem Alltag. Wie viel kriminelles Potential im Tatort Hotel steckt, ist vielen gar nicht bewusst. Egal, ob Urkundenfälschung, Diebstahl oder Zechprellerei – der Aufenthalt kann es strafrechtlich so richtig in sich haben und das oftmals vollkommen unbewusst.

Neuigkeiten und Infos