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Fakten über fallende Äpfel - Wussten Sie eigentlich...?

Folge 87 Staffel 1

Es heißt: der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Aber wissen Sie eigentlich, was da alles dahintersteckt?

17.10.2016 14:17 | 3:37 Min | © ProSiebenSat.1 Media SE

Äpfel fallen nicht weit vom Stamm: Warum das Obst in die Tiefe stürzt

Der Apfel steht als Obst in Deutschland ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Jährlich vernascht jeder Haushalt durchschnittlich mehr als 20 Kilogramm. Warum die Äpfel allerdings vom Baum fallen, wissen die wenigsten.

Mythos: Fallende Äpfel

Bereits Ende August beginnt bei Apfelbauern die Erntesaison. Ziel der Landwirte: Das Obst sichern, bevor es herunterfällt. Denn Äpfel, die herunterfallen, bekommen Dellen und Druckstellen. Sie faulen viel schneller und sind höchstens Mostobst oder Verwertungsware. Doch warum fallen reife Äpfel von Bäumen? Viele glauben, sie seien zu groß und zu schwer für die Zweige und fallen aufgrund ihres Gewichtes. Das ist falsch.

Ein reifer Apfel hängt am Zweig des Apfelbaums
Solange ein Apfel gesund aber noch nicht reif ist, bleibt er am Zweig hängen.

Sprich mit mir

Obst und Baum kommunizieren mit Hilfe pflanzlicher Hormone miteinander. Ein Apfel hat schon von Beginn an eine eingebaute Sollbruchstelle, die in der Übergangszone zwischen Stil und Holz gut zu erkennen ist. Genau hier löst sich die reife Frucht vom Baum.

Ich bin bereit: Es geht abwärts

Ist ein Apfel reif, signalisiert er dies dem Baum. Es wird Ethen gebildet, das zu seinem Einsatzort transportiert wird. Hier formt sich eine Trennschicht, die Zellwände werden zerstört und es können keine Nährstoffe mehr durchkommen. Durch eine leichte Bewegung, etwa ein laues Lüftchen, bricht die Sollbruchstelle irgendwann und der Apfel fällt in die Tiefe.

Starke Verbindung

Dies ist auch die Erklärung, warum Sie plötzlich nicht nur die Frucht, sondern gleich den ganzen Zweig in den Händen halten, wenn Sie sich versehentlich einen unreifen Apfel schnappen. Ist der richtige Zeitpunkt noch nicht gekommen, herrscht zwischen Ast und Apfelstiel eine starke Verbindung.

Fallobst

Die Kommunikation zwischen Frucht und Baum funktioniert auch bei kranken Äpfeln nach gleichem Muster. Rasch wird dann das Gas in die entsprechenden Regionen geschickt, damit der Stamm das lädierte Obst abstoßen kann.

Fazit: Äpfel fallen vom Baum, weil sie entweder krank sind und der Stamm seine Energie lieber in die Früchte investiert, die keimen können, oder er wirft reifes Obst ab, das reif und keimfähig ist. Denn das Keimen funktioniert nicht am Baum, sondern nur auf dem Boden.

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